Atypische Weidemyopathie

Plötzlicher Weidetot! Am Donnerstag Abend, den 09. Oktober 2014 haben wir unser Hengst Xarajan zum Füttern von der Weide geholt, er ging ganz steif und brach in der Stallgasse zusammen, er hatte starke Muskelkrämpfe, Kolik- und Kreuzverschlagsymptome und wir brachten ihn in die Pferdeklink Kerken. Am nächsten Morgen musste der Hengst eingeschläfert werden.

Diagnose: Atypische Weidemyopathie

Xarajan du bleibst für immer in unseren Herzen.
Wir lieben dich. Adiós Bub!

Plötzlicher Weidetot!
Am Donnerstag Abend, den 09. Oktober 2014 haben wir unser Hengst Xarajan zum Füttern von der Weide geholt, er ging ganz steif und brach in der Stallgasse zusammen, er hatte starke Muskelkrämpfe, Kolik- und Kreuzverschlagsymptome und wir brachten ihn in die Pferdeklink Kerken. Am nächsten Morgen musste der Hengst eingeschläfert werden.

Diagnose: Atypische Weidemyopathie

Einen Tag später mussten wir unsere junge Stute Tosca ebenfalls in die Pferdeklinik Kerken bringen. Die Stute hatte eine Schlundverstopfung in Folge von AW. Nach 5 Tagen Intensivbehandlung und weiterer Medikation hat sie überlebt.
Weitere Fälle waren zeitgleich in der Klinik, 2 verstarben davon 1 tragende Stute.
In 2013 starben über 500 Pferde in Europa und über 1000 Pferde International an AW. Die Dunkelziffer ist recht hoch, da bei den Tierärzten die Krankheit noch unbekannt ist und die Pferde oft mit falscher Diagnose erkanken oder sterben.
Die Tiere sterben innerhalb von 72 Stunden einen qualvollen Tod. Es kommt zu Muskelkrämpfen, versagen der inneren Organe bis zum Erstickungstod.
Die kürzeste Zeit zwischen auftreten der Symptome und Tod waren in einem Fall 6 Stunden.
Die im Herbst herunter fallenden Samen des Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus), enthalten das Toxin Hypoglycin-A und lösen die AM (Atypische Myopathie) aus. Sie sind hoch giftig! Dies ist jedoch so gut wie niemandem bekannt.
Beim grasen nehmen die Tiere die Samen mit auf.  Es ist erwiesen das Pferde von Oktober bis ins Frühjahr durch Hypoglycin-A in den Samen bzw. den einblättrigen Keimlingen sterben.

Das Ganze ist ein zentrales Thema, es wurde uns bestätigt, das Hypoglycin A auch von Kühen aufgenommen worden ist und toxisch wirkt. Bei anderen Tieren ist dies also nicht auszuschließen, wenn bisher auch noch keine Fälle bekannt sind. Somit könnte das Gift sogar in den Lebensmittelkreislauf gelangen.
Eigentlich soll es nur alle 3-4 Jahre zu sogenannten Mastjahren kommen, in den die Bäume so außerordentlich viele Samen tragen, die aktuellen AW Fälle sind jedoch von 2013 und 2014.
Erkrankungen bei Menschen sind bereits in den vergangenen Jahren beschrieben, allerdings nur im Ausland. Die Jamaikanische Brechkrankheit, die nach Aufnahme der Akeefrucht oder der Litscheefrucht bzw. deren Schalen (artverwandt zum Ahorn), welche Hypoglycin A enthalten, führte insbesondere bei Kindern zum Tod. 
Da die Krankheit noch sehr unbekannt ist, werden vielfach an AW erkrankte oder verstorbene Pferde falsch diagnostiziert und nicht statistisch erfasst.
Da es keine Meldepflicht für diese Krankheit gibt, können weder Wissenschaftler noch Behörden genaue Zahlen von toten Pferden nennen.
Wir möchten hier auf die Meldestellen, siehe unten im Text, für AW hinweisen und bitten diese zu Informieren.
Die Samen zu entfernen ist schier unmöglich, jeden Tag fallen neue herab und sie fliegen bis in den Stall und in die Raufen der Pferde. Versuche mit Rasentraktoren und Laubsaugern die Samen zu entfernen bringen nur einen Teilerfolg.
Die Behörden, Gemeinde, Kreis, Leiter Veterinärsangelegenheiten, Tierseuchenkasse und Landwirtschaftskammer stellen sich taub in NRW. Es wäre keine Seuche und sie hätten nichts damit zu tun. Ganze Alleen könne man nicht abholzen.
Durch die giftigen Ahornbäume der Gemeinden entstehen den Züchtern, Pferdehaltern und Viehbauern wirtschaftliche Schäden. Da das Gift der Samen der Bergahornbäume von Oktober bis in den Frühling beim Keimen noch toxisch ist, können Weideflächen nicht mehr im gewohnten Umfang genutzt werden und bedürfen intensivster Pflegemaßnahmen.
Für die Zukunft muss etwas geschehen, die Bäume müssen an Gefahrenstellen ersetzt werden, damit nicht noch mehr Pferde, Rinder und andere Tiere sterben. Gerade Fohlen, Jungpferde und Kälber sind besonders betroffen.
Es säumen viele Bergahornbäume die Landstraßen an denen sich Pferdekoppeln befinden.
Pflanzungen von Bergahornbäumen sind im Moment Mode bei den Gemeinden. Sie sind pflegeleicht, eignen sich als Furnierholz und haben eine schöne Farbe im Herbst. Sie werden aktuell ständig angepflanzt.
Es gibt sogar geschütze Ahornalleen in Deutschland. Sie wurden wohl geschützt bevor bekannt war, das sie giftig sind. Eine Änderung sollte hier überdacht werden.
Die Gemeinden könnte ihren ökologischen Beitrag leisten und die Bäume durch Obstbäume, Esskastanien, so hätten alle Bürger einen Nutzen davon, oder durch Linden ersetzen.
Wir versuchen so viele Tierärzte, Pferdehalter, Kuhbauern und auch Gemeinden auf die Gefahr hinzuweisen. Vielleich haben sie die Möglichkeit dies in irgendeiner Form zu publizieren.
Wichtiger Tipp: Sollte ihr Pferd an AW erkranken (bitte sofort die Muskelwerte im Blut bestimmen, die erhöhen sich extrem schnell z.B. von 200 auf 60.000 oder 200.000). Sollte ihr Pferd an AW sterben, lassen sie eine Obduktion vornehmen und Blutserum und Urin entnehmen und konservieren zur MCPA-Wert Bestimmung und ggf. zur weiteren Verwendung für Forschungszwecke und Laboruntersuchungen genutzt werden können.

Bestimmung Hypoglycin A in Serum und Urin
Screening-Labor Hannover
Dr. Dr. Nils Janzen
http://www.metabscreen.de/MCPA.html

Symptome: Woran erkenne ich Atypische Weidemyopathie.

Hier finden sie eine gute fachliche Beschreibung http://weidemyopathie.dr-med-vet-klein.de/Weidemyopathie.pdf
Homepage: www.dr-med-vet-klein.de
 
Auszug aus dem Bericht von Dr. Klein
 
- Plötzliche Steifheit ohne Zusammenhang mit körperlichen Belastung
- Muskelzittern kann auftreten
- Die Pferde können ohne körperlich belastet worden zu sein erheblich Schwitzen
- Atembeschwerden können auftreten
- Die Herzfrequenz ist meistens stark erhöht
- Die Pferde können apathisch sein
- Schwäche mit Tendenz zum Zusammenbruch, die auf eine Muskelerkrankung hindeutet ohne das die Muskeln geschwollen oder schmerzhaft sind
- Symptome können denen einer Kolik ähneln, dabei haben die Pferde aber weiterhin normale Darmgeräusche
- Pferde zeigen keine ausgeprägten Schmerzsymptome und saufen und fressen in der Regel sogar dann noch gut, wenn sie aufgrund der vorgeschrittenen Muskeldegeneration nicht mehr in der Lage sind aufzustehen
- der Harn des Pferdes ist dunkelrot bis schokoladenbraun gefärbt 

Wie erkenne ich Bergahorn: 

Der Berg-Ahorn kann über 30 Meter hoch und über 500 Jahre alt werden. Mit aufstrebenden Ästen und einer abgerundeten Krone besitzt er als Solitärpflanze eine eindrucksvolle Gestalt.

Die Rinde bei jungen Bäumen ist hell-braun-grau und glatt. Sie wandelt sich mit dem Alter ins Dunkelgraue, wird schwachborkig und blättert im fortgeschrittenen Alter plattig ab. Das Aussehen des Stamms ist dann platanenähnlich.

Die gegenständigen Blätter sind fünflappig, wobei die mittleren drei Blattlappen voll ausgebildet sind. Im Vergleich zum Spitzahorn sind die Blattlappen des Berg-Ahorns kürzer zugespitzt und die Spitzen der Blattlappen nicht in langen, schmalen Zipfeln ausgezogen. Die einzelnen Blattlappen treffen im spitzen Winkel aufeinander. Die Blattspreite ist am Stielansatz eingezogen. Die Blätter werden bis ca. 20 cm lang und bis etwa 15 cm breit. Auf der Oberseite sind sie dunkelgrün, unterseits heller gefärbt und auf den Blattadern und in den Nervenwinkeln leicht behaart. Der Blattrand ist gesägt bis gekerbt. Die handförmig gelappten Blätter ähneln denen der Platane, worauf der botanische Name pseudoplatanus hinweist.

Die Blüten sind im Prinzip zwittrig, wobei an einzelnen Blüten desselben Baumes die männlichen oder die weiblichen Anlagen unterdrückt sein können. Sie sind gelbgrün mit fünfzähligen Blütenblattkreisen, in endständigen, traubenartigen, hängenden Rispen. Der Berg-Ahorn blüht im Mai mit dem Laubaustrieb oder unmittelbar danach.

Die Früchte sind Spaltfrüchte, mit zwei im spitzen Winkel abstehenden Flügeln. Sie sind typische Schraubenflieger mit ca. 16 Umdrehungen pro Sekunde. Vom Wind werden sie oft mehr als 100 Meter weit getragen
Entnommen aus Wikipedia/Bergahorn

Labore

Labore MCPA Bestimmung und Meldestellen Atypische Weidemyopathie
Labor zur MCPA Bestimmung (Hypoglycin-A)
in Harn oder Blutserum erkrankter Tiere macht folgendes Labor:
Screening-Labor Hannover
Dr. med. Dr. rer. nat. Nils Janzen
Am Steinweg 11A/13B...
30952 Ronnenberg/Benthe
http://www.metabscreen.de/MCPA.html
E-Mail: n.janzen@metabscreen.de

...

...

Labore und Meldestellen

Meldestelle in Halle für Tierärzte und Tierbesitzer und Laboruntersuchungen.
Frau Mandy Bochnia, sie nimmt Proben von Blut Serum und Urin sowie Ahornsamen
nach Vereinbarung, kann Hypoglycin-A Bestimmung machen.
Dr. med. vet. Mandy Bochnia Tierärztin
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Naturwissenschaftliche Fakultät III
Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften
Professur für Tierernährung Theodor-Lieser Straße 11
06120 Halle (Saale)
Tel.: (0345) 55-22713
Fax: (0345) 55-27050
Email: mandy.bochnia@landw.uni-halle.de

TH-Hannover
Meldestelle TH-Hannover: Frau Sabine Aboling
eMail: sabine.aboling@tiho-hannover.de
Nimmt auch Meldungen von AW Fällen an
und Zusendung von Ahornsamen nach Vereinbarung macht Keimversuche, jedoch keine Samenanalysen und hat auch keinen direkten Kontakt zu Laboren, kann keine Hypoglycin-A Bestimmung machen.
http://www.tiho-hannover.de/kliniken-institute/kliniken/pferde/hinweise-zur-anmeldung/
Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Institut für Tierernährung
Lehrgebiet Botanik
PD Dr. rer. nat. Sabine Aboling
Bischofsholer Damm 15
30173 Hannover
Tel. 0511 – 856 – 74 66
Tel. 0171 – 12 13 12 8 

Internationale Meldestelle in Belgien für alle Tierärzte und Tierbesitzer zu statistischen Zwecken und Laboruntersuchungen.
Dr. Dominique-Marie Votion, von erkrankten Tieren ist:
Hier kann Hypoglycin-A Bestimmung in Pflanze und Blut Serum,
Urin der Tiere gemacht werden. Leider nur Forschungslabor.
Dr. Dominique-Marie Votion
Clinique équine de la Faculté
de Médecine vétérinaire
Université de Liège
Bd de Colonster, 20 Bât B41
4000 Liège (Sart Tilman)
E-Mail: dominique.votion@ulg.ac.be
Tél: +32(0)4 366 41 03 (Belgium)
www.myopathie-atypique.be oder http://labos.ulg.ac.be/myopathie-atypique/ 

"Wir bitten um ihre Unterstützung bei der Datensammlung"

Wir wollen die Fälle zusammen tragen um die Diagnostik in Zukunft zu ...beschleunigen bzw. eine Möglichkeit zu finden die Anzahl der Fälle durch Prophylaxe zu minimieren.
Ansprechpartner und Labor für die Bestimmung von Hypoglycin A in der Pflanze sowie MCPA-Wert in Blutserum und Urin in Deutschland. Dem Team von Frau Bochnia ist im vergangenen Jahr gelungen eine Möglichkeit zur Analyse auf Hypoglycin A in Zusammenarbeit mit dem Leibniz Institut in Halle zu erarbeiten.
Gerne würden das Labor auch von anderen AW-Fällen Daten sammeln bzw. verfügbare Blut- und/oder Urinproben für die Analytik verwenden. Deshalb haben sie uns gebeten, doch bitte betroffene Pferdebesitzer zu informieren und zu erfragen, ob Interesse besteht.
Was wird dafür benötigt?
Sie sammeln Samen von ihren Bäumen (bitte genau dokumentieren wann und welcher Baum) und die Samen würden analysiert. Wenn sie diesbezüglich Daten zu den verstorbenen Pferden (wenn möglich blutchemische Untersuchungen der behandelnden Tierärzte oder Klinik, evtl. sogar noch verfügbares Serum oder Urin, Vorbericht zur Erkrankung, Verlauf usw.) zur Verfügung stellen und diese wissenschaftlich verwenden könnten.
Dr. med. vet. Mandy Bochnia
Tierärztin
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Naturwissenschaftliche Fakultät III Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften Professur für Tierernährung Theodor-Lieser Straße 11
06120 Halle (Saale)
Tel.: (0345) 55-22713
Fax: (0345) 55-27050
Email: mandy.bochnia@landw.uni-halle.de
Atypische Weidemyopathie:
Artikel aus der Pferd & Wagen 5/2014 von Dr. med. vet. Mandy Bochnia [*.pdf]

Öffentlichkeitsarbeit

Wir sind bemüht weiterhin Pferdehalter, Tierärzte und Viehbauern zu informieren, da dort noch sehr viel Unwissenheit, leider auch teilweise Einsicht fehlt. Und was wir noch versuchen.

Pressearbeit:

Die Lokalpresse hat zwischenzeitig angefragt und nach dem Stand der Dinge erkundigt, sie bekundet weiterhin großes Interesse.

WDR Bericht http://www1.wdr.de/studio/duisburg/themadestages/mysterioesepferdekrankheit100.html
WDR Film 2014 http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit/lokalzeit-aus-duisburg/videolokalzeitausduisburg1016.html
Zeitungsartikel in der PR Online http://www.rp-online.de/nrw/staedte/geldern/mysterioese-pferdekrankheit-grassiert-aid-1.4602520
Zeitungsartikel in der NNO: Am Samstag 18. Oktober 2014
Hier noch ein älteres WDR Video von 2013 zu dem Thema: http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit/lokalzeit-ruhr/videoraetselhaftespferdesterben100.html

Zusammenarbeit mit Hochschulen

Wir sind weiterhin mit der UNI Halle, UNI Belgien und TH Hannover in Verbindung und unterstützen sie bei der Forschung in dem wir ihnen Daten zu unseren Weiden senden.
Die Hochschule Osnabrück hat uns informiert, das sie das Thema "Atypische Weidemyopathie" im Rahmen einer Hausarbeit oder eines Projektes bearbeiten lassen.

Tierschutzbund

Der Tierschutzbund hat uns informiert, dass das Thema bekannt sei und sie verstärkt darüber informieren wollen.

Facebook Gruppen, Google+, Wikipedia, Stiftung…

Es gibt eine Facebook Gruppe: WEIDEMYOPATHIE Informations- und Betroffenen... dort sind über 1000 Pferdehalter nur aus Deutschland registriert und tauschen sich aus und helfen sehr engagiert Betroffenen Pferdehaltern https://www.facebook.com/groups/weidemyopathie/

In Eigeninitiative haben wir eine offene Facebook Gruppe Weidemyopathie Krankheitsfälle Statistik zur Ermittlung der genauen Zahlen betroffener erkrankter Tiere und Todesfälle eingerichtet. Hier publizieren wir auch. https://www.facebook.com/groups/712154168839029/

Bei Google+ möchte ich eine Seite für Atypische Weidemyopathie aufbauen, in Wikipedia gibt es auch noch keinen Eintrag, vielleicht findet sich jemand der sich dem Thema annehmen möchte. Vielleicht eine Stiftung gründen um durch Aufklärung unsere Pferde zu schützen und die Forschung für eine medizinische Maßnahme Gegengift zu entwickeln. Das alles braucht Zeit..

Fachzeitschriften und Verbände

Wir haben verschiedene Pferdefachzeitschriften und Organisationen (St. George, Rheinlands Reiter, Cavallo, Mein Pferd, FN, Berufsreiterverband, Pferdesportverband Rheinland uvm.) angeschrieben, leider keine Resonanz in bisher erhalten.
Lediglich die Redaktion der Cavallo schrieb durch ihren Azubi eine Antwort. "Leider können wir zu solch spezifischen Themen keine Ferndiagnosen stellen. Wenden Sie sich doch am besten an einen Fachmann."
Werbung für Winterdecken ein gefragteres Thema für Fachzeitungen.

Gemeinde Issum, Land NRW, Kreis Kleve, Veterinäramt, Landwirtschaftskammer-Tierseuchenkasse

Die Gemeinde Issum hat unseren Antrag, die Bergahornbäume die direkt an unser Grundstück angrenzen, auf unsere eigene Kosten zu Fällen und neue ungiftige Bäume zu pflanzen abgelehnt. Begründet das der Charakter der Allee dabei leiden würde. Außerdem hätten sie über 700 Bergahornbäume in ihrer Gemeinde gepflanzt und möchten keinen Präzidenzsfall schaffen.

Auch ein Schreiben des Tierschutzsbundes an die Gemeinde, das Tiere wohl einen höheren Stellenwert als Bäume hätten und im Grundgesetzt ihr Schutz verankert ist, wurde mit den gleichen Argumenten, wie vor, von der Gemeinde abgelehnt.

Eine Petition beim Land NRW die Bergahornbäume von der Liste der zu schützenden Alleenbäume zu nehmen, wurde abgelehnt.
Kreis Kleve das Veterinäramt sagte es sei keine Tierseuche und nicht in ihrer Zuständigkeit. Wir sollten die Pferde wo anders einstallen.

Ein interessanter Lösungsansatz, für ein Gestüt das Pferde artgerecht aufziehen will, jedes Jahr vom Herbst bis Frühjah die Pferde in einem anderen Stall einzustallen.

Landwirtschaftskammer NRW, die Tierseuchenkasse antwortete, es sei keine Tierseuche und nicht in ihrer Zuständigkeit. Wir sollen uns mit den Behörden direkt in Verbindung setzen.
Tierseuchenkassen wie Thüringen und Sachsen zahlen Leistungen an den Pferdegesundheitsdienst, diese Einrichtung gibt es in NRW nicht.
Im Rahmen der Untersuchungen des Pferdegesundheitsdienstes sind dann auch Kosten der Laboruntersuchungen übernommen worden. Sie möchte kurz erwähnen, dass der Beitrag für Pferde in beiden Bundesländern 4,5 bis 5 mal höher ist als in Nordrhein-Westfalen

Richtig, das sind 4,50 € im Jahr pro Pferd. Stellt sich uns die Frage warum nicht? Wir leben in NRW in einer Pferdehochburg.In  NRW zahlt man für Pferde offensichtlich nur Beiträge, Leistungen wie in Thüringen und Sachsen, gibt es keine. Tiergesundheitsdienst gibt es nur für Nutztiere nicht für Pferde.Tragisch, da es so viele Pferde in Deutschland gibt. Lt. FN-Deutsche Reiterliche Vereinigung über 708.855 Mitglieder auf Bundesebene Stichtag 31. Dez. 2013 und nochmal mind. 700.000 Freizeitreiter unorganisiert ohne Verein. Macht 1,4 Mio. davon 23,3 % alleine in NRW. 326.200 Reiter sprich mind. Pferde, ohne Zuchtbetriebe, Schulställe und Pferdehalter mit mehreren Pferden gerechnet. Quelle: Jahresbericht Pferdesportverband Rheinland e.V.
http://www.psvr.de/jahresbericht.html


Wir haben einen Antrag gestellt, dass Pferde auch in den Genuss des Tiergesundheitsdienstes kommen wie in anderen Bundesländern. Immerhin würde die Tierseuchenkasse dadurch, enorme Einnahmen haben und der ein oder andere Pferdebesitzer einen Ansprechpartner und nicht alleine stehen.
Der Antrag wird bei der nächsten Sitzung der LWK NRW vorgelegt und unser Fall wird in dann auch vorgestellt.

Kreis Kleve, eine Dame der unteren Landwirtschaftsbehörde meldete sich und beschwerte sich, was wir ihr angetan hätten. Sie hätte mit einem Bekannten von uns, einem Reporter gesprochen.
Welch ein Leid…

Den Schaden der uns angetan wurde, abgesehen von dem wirtschaftlichen Schaden, ein emotionaler Schaden durch den Verlust eines unserer Tiere, sehen die Behörden nicht. Ja…. ihr Leid.

Unsere betriebswirtschaftliche Situation:

Uns ist ein betriebswirtschaftlicher Schaden durch die Vergiftung unserer Tiere, durch die Ahornbäume der Gemeinde entstanden und es entstehen noch Kosten durch neue nicht geplante Investitionen. Tierarztkosten, keine Deckgeldeinnahmen, Ersatz für Deckhengst, Rasentraktor, Verkürzung der Nutzungszeit der Weiden und umfangreiche Pflegearbeiten u.v.m.

Wir haben Angst vor der Zukunft, werden die kommenden Fohlen überleben? Junge Pferde und Kälber, haben dem pflanzliche Gift Hypoglycin-A nichts entgegen zu setzten. Unser Sohn studiert Agrarwissenschaft und wird das Gestüt in einigen Jahren übernehmen. Wie soll man in dieser Umgebung gesunde Pferde züchten.

Dieser betriebswirtschaftliche Schaden trifft alle Tierhalter von AW erkrankten Tieren. Wohl auch die Tierhalter, deren Tiere falsch diagnostiziert wurden, da AW noch nicht überall bekannt ist.

Veterinär - Ansprechpartner Niederrhein

Am Niederrhein ist Frau Küppers, Tierärztin aus Geldern sehr engagiert, gerne kann man sie kontaktieren. Mobil 01722660554 http://www.kleintierpraxis-geldern.de/

Wir bleiben dran!

Wir bemühen uns weiterhin in verschiedenen Medien auf AW aufmerksam zu machen.

Ziel
, weiterhin Tierärzte, Pferdehalter, Viehalter und Gemeinden, Kreise aufzuklären. Damit die Zeit vom Oktober bis zum Frühjahr, nicht jedes Jahr aufs neue viele Pferdeleben kosten.

Wir freuen uns, wenn sie dies an Tierärzte, Pferdehalter und Viehbauern weitergeben und sie warnen wenn sie Pferde und Kühe auf Weiden sehen, die in der Nähe von Bergahornbäumen stehen.

Ältere Presseveröffentlichungen zum Thema Attypische Weidemyopathie:

Ein Artikel von der Pferdeklinik Burg Müggenhausen GmbH: http://www.pferde-klinik.de/wissen/innere-medizin/atypische-weidemyopathie/

Den Artikel online „Die Welt“ http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article122307981/Pferde-fallen-mysterioeser-Krankheit-zum-Opfer.html

Ein interessanter Artikel zu dem Thema finden sie in Hundkatzepferd VET 06/14, leider nicht online.

Tierseuchenkasse Sachsen warnt http://www.tsk-sachsen.de/index.php/pferdegesundheit/193-wieder-auftreten-der-atypischen-weidemyopathie-in-sachsen

Artikel in der St. Georg 01/2014 Gefahr auf der Wiese [*.pdf]

Artikel in der www.mein-pferd.de 02/2014 Atypische Weidemyopathie die Idylle trügt [*.pdf]

WDR Fernsehaufausstrahlung Mediathek Video, Lokalzeit Ruhr vom 28.11.2013: Rätselhaftes Pferdesterben http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit/lokalzeit-ruhr/videoraetselhaftespferdesterben100.html

Ein t-online Artikel aus 2013 http://www.t-online.de/nachrichten/panorama/tiere/id_66712336/pferdekrankheit-atypische-weidemyopathie-breitet-sich-in-nrw-aus.html

WDR Fernsehaufausstrahlung Mediathek Video, Lokalzeit aus Aachen vom 17.11.2013: Myopathie - tödliche Pferdekrankheit http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit/lokalzeit-aus-aachen/videomyopathietoedlichepferdekrankheit100.html#banner

BRF Nachrichten, Bergahorn: Tödliche Gefahr für Pferde der Uni Lüttich http://brf.be/nachrichten/regional/674856/

Kontakt und weitere Informationen.